Die besten Filme ab 18 Jahre aus USA – Geplanter Mord bei Netflix
Streaming-Dienste wie Netflix bieten eine breite Palette an Filmen für erwachsene Zuschauer, insbesondere aus den Genres Horror und Thriller. Ein wiederkehrendes Motiv ist dabei der „Geplante Mord“ – Morde, die nicht spontan, sondern mit kühler Berechnung und oft perfider Vorbereitung ausgeführt werden. Drei bemerkenswerte US-Produktionen, die aktuell auf Netflix verfügbar sind, stechen in dieser Kategorie hervor: Thanksgiving (2023), Jigsaw (2017) und Saw: Spiral (2021). Im Folgenden werden diese Filme detailliert vorgestellt und in den Kontext der Filmgeschichte eingeordnet.
1. Thanksgiving (2023) – Ein Slasher mit historischem Hintergrund
Regie: Eli Roth | Cast: Patrick Dempsey, Nell Verlaque, Addison Rae | Länge: 106 Minuten | FSK: ab 18
Der Film Thanksgiving entstand aus einem Fake-Trailer, den Eli Roth 2007 für das Doppelfeature Grindhouse von Quentin Tarantino und Robert Rodriguez drehte. Jahre später wurde daraus ein abendfüllender Spielfilm. Die Handlung spielt in der fiktiven Kleinstadt Plymouth, Massachusetts, die für ihre Thanksgiving-Feierlichkeiten bekannt ist. Im Mittelpunkt steht ein Serienkiller, der die Bewohner während des Erntedankfestes eine nach dem anderen auf grausame Weise tötet – stets mit der Axt als Markenzeichen.
Der geplante Mord ist hier nicht nur ein Akt der Rache, sondern ein inszeniertes Schauspiel: Der Täter kopiert historische Strafen aus der Kolonialzeit und verpackt sie in moderne Horrorszenarien. Das Drehbuch von Jeff Rendell greift dabei auf die düsteren Kapitel der US-amerikanischen Geschichte zurück, wie die Hexenverfolgung in Salem, und verbindet sie mit den Erwartungen eines klassischen Slashers. Eli Roth selbst bezeichnete den Film als „eine Hommage an die 80er-Jahre-Slasher“ mit einer „schwarzen Komik“.
Bemerkenswert ist die Besetzung mit Patrick Dempsey, bekannt aus Grey’s Anatomy, der hier eine ungewohnt düstere Rolle spielt. Die Kritiken fielen gemischt aus – während die schauspielerische Leistung und die Gore-Effekte gelobt wurden, kritisierte man die vorhersehbare Handlung. Dennoch hat sich Thanksgiving als einer der besten Horrorfilme des Jahres 2023 etabliert und zeigt, wie geplanter Mord als narrative Grundlage für spannungsreiche Unterhaltung dienen kann.
2. Jigsaw (2017) – Die Wiederbelebung einer legendären Killerfigur
Regie: Michael Spierig, Peter Spierig | Cast: Laura Vandervoort, Tobin Bell, Callum Keith Rennie | Länge: 92 Minuten | FSK: ab 18
Mit Jigsaw kehrte die berüchtigte Saw-Reihe nach sieben Jahren auf die Leinwand zurück. Der achte Teil der Franchise versucht, die Geschichte um John Kramer, den „Jigsaw-Killer“, neu zu interpretieren. Während die Originalfilme zunehmend ausufernd wurden, konzentriert sich Jigsaw auf einen kompakten Plot: Fünf Personen werden in einer verlassenen Scheune gefangen gehalten und müssen tödliche Spiele absolvieren. Nur wer jemand anderen opfert, kann überleben.
Die geplanten Morde in diesem Film sind das Markenzeichen der Reihe: Jigsaw hat seine Fallen und Tests minutiös vorbereitet, um seine Opfer moralisch zu brechen. Neu in Jigsaw ist die Frage, ob der originale Jigsaw, der seit dem dritten Film tot ist, tatsächlich zurückgekehrt ist oder ob ein Nachahmer am Werk ist. Die Regisseure Spierig und Spierig (bekannt für Predestination) setzen auf psychologische Spannung statt auf reine Splatter-Effekte. Der Film erhielt gemischte Kritiken – während die Vergangenheit an die Anfänge der Reihe erinnerte, wurde die Handlung als zu vorhersehbar empfunden. Trotzdem war Jigsaw kommerziell erfolgreich und bewies, dass das Thema „geplanter Mord als moralische Prüfung“ immer noch Zuschauer fesselt.
Besonders hervorzuheben ist die Darstellung von Tobin Bell, der auch in kurzen Rückblenden die ikonische Aura des Jigsaw-Killers bewahrt. Der Film zeigt auch eine neue Generation von Opfern, die durch ihre eigenen Fehler in die Fallen geraten – eine klassische Saw-Moral, die den geplanten Mord als gerechte Bestrafung inszeniert.
3. Saw: Spiral (2021) – Der Jigsaw-Killer trifft auf modernes Polizeidrama
Regie: Darren Lynn Bousman | Cast: Chris Rock, Max Minghella, Marisol Nichols | Länge: 93 Minuten | FSK: ab 18
Saw: Spiral (Originaltitel: Spiral: From the Book of Saw) ist kein direkter Nachfolger, sondern ein Spin-off, das die bekannte Jigsaw-Mythologie in ein Polizeithriller-Gewand kleidet. Die Hauptfigur ist der Detective Ezekiel „Zeke“ Banks (Chris Rock), ein erfahrener Ermittler, der gegen eine Serie von Morden ermittelt, die an die Methoden des Jigsaw-Killers erinnern. Schnell wird klar, dass ein neuer Täter Polizisten in die berüchtigten Fallen lockt, um sie für ihre Korruption zu bestrafen.
Der geplante Mord in Spiral hat eine politische Dimension: Der Täter wendet sich gegen die Polizei selbst und deckt Missstände wie Machtmissbrauch und Vertuschung auf. Regisseur Darren Lynn Bousman, der bereits Saw II bis Saw IV inszenierte, schafft eine düstere, regnerische Atmosphäre, die an Filme wie Sieben erinnert. Chris Rock, bekannt als Comedian, spielt hier eine überraschend ernste Rolle, die ihm gute Kritiken einbrachte. Der Film verbindet die klassischen Folterfallen mit einer Whodunit-Handlung, die bis zum Ende spannend bleibt.
Neben der Horrorkomponente thematisiert Spiral die Frage nach Gerechtigkeit und Selbstjustiz. Die geplanten Morde sind nicht willkürlich, sondern zielen gezielt auf Polizisten, die das Gesetz gebrochen haben. Dadurch wird der Film auch zu einer Reflexion über die Grenzen von Recht und Ordnung. Obwohl Spiral nicht an die kommerziellen Erfolge der früheren Saw-Filme anknüpfen konnte, lobten Kritiker die frische Perspektive und die gelungene Einbindung des Jigsaw-Vermächtnisses.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Geplanter Mord als Genre-Merkmal
Alle drei Filme teilen das zentrale Element des geplanten Mordes – sei es durch einen Serienkiller mit Axt (Thanksgiving), durch ausgeklügelte Fallen (Jigsaw) oder durch eine Mischung aus Fallen und moralischer Botschaft (Spiral). Dennoch unterscheiden sie sich in ihrem Ton und ihrer Erzählweise.
- Thanksgiving bedient sich des klassischen Slasher-Formats, bei dem der Killer maskiert und mit einem traditionellen Werkzeug (Axt) agiert. Die Mordpläne sind eher simpel und auf Schockwirkung ausgelegt.
- Jigsaw hingegen setzt auf komplexe Fallen, die psychologische und physische Folter kombinieren. Der geplante Mord ist hier ein „Spiel“ mit Regeln, das den Opfern oft eine (scheinbare) Chance lässt.
- Saw: Spiral vereint beide Ansätze, fügt aber eine kriminalistische Ebene hinzu. Die Morde sind nicht nur spektakulär, sondern auch Teil eines größeren Rachefeldzugs gegen korrupte Beamte.
Die Altersfreigabe ab 18 Jahren ist in allen Fällen gerechtfertigt: Jeder Film enthält explizite Gewaltdarstellungen, die für jüngere Zuschauer verstörend sein können. Besonders Jigsaw und Spiral zeigen detaillierte Verstümmelungen und Folterungen, während Thanksgiving eher auf Blutbäder und Splatter setzt.
Historische und kulturelle Einordnung
Geplanter Mord ist ein uraltes Motiv der Horrorliteratur und des Films. Bereits Edgar Allan Poe beschrieb in Das verräterische Herz die detaillierte Vorbereitung eines Mordes. Im Kino wurde das Thema durch Filme wie Das Schweigen der Lämmer (1991) oder Sieben (1995) populär, die Serienmörder mit akribischen Plänen zeigten. Die Saw-Reihe begann 2004 mit einem Low-Budget-Film und revolutionierte das Genre durch die Einführung von Fallen, die den Opfern aktive Teilnahme abverlangten.
Thanksgiving wiederum knüpft an die amerikanische Tradition des Feiertagshorrors an: Filme wie Halloween (1978) oder Der Weihnachtsmord (2008) nutzen kulturspezifische Feste als Hintergrund für Gewaltausbrüche. Eli Roth selbst ist bekannt für seine provokativen Horrorfilme wie Hostel (2005), die ebenfalls die Planung von Morden aus profitgierigen Motiven thematisieren.
Auf Netflix sind diese Filme Teil einer wachsenden Sammlung von Horror- und Thriller-Titeln, die speziell auf erwachsenes Publikum abzielen. Die Plattform investiert zunehmend in exklusive Inhalte, die gewagte Themen behandeln, und bietet so eine Bühne für unabhängige Produktionen wie Jigsaw, die trotz Franchise-Zugehörigkeit eigene Wege gehen.
Fazit – Warum diese Filme sich lohnen
Für Liebhaber harter Horrorunterhaltung sind Thanksgiving, Jigsaw und Saw: Spiral auf Netflix ideale Anlaufstellen. Jeder Film zeigt eine andere Seite des geplanten Mordes: mal als retro-inspirierte Slasher-Orgie, mal als schauriges Moralspiel, mal als gesellschaftskritischer Polizeithriller. Die Altersfreigabe ab 18 Jahren stellt sicher, dass die dargestellte Gewalt nicht verharmlost wird, sondern als Teil einer bewussten Genre-Ästhetik verstanden werden kann. Wer tief in die Abgründe menschlicher Rachsucht und Perfidie eintauchen möchte, wird hier reichlich fündig.
Source: moviepilot.de News