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French Open: Swiatek und Svitolina liefern, Rybakina fliegt raus

May 31, 2026  Twila Rosenbaum  5 views
French Open: Swiatek und Svitolina liefern, Rybakina fliegt raus

Der vierte Tag der French Open 2026 in Roland Garros war geprägt von Dominanz und Überraschung. Während die Favoritinnen Iga Swiatek und Elina Svitolina ihre Aufgaben souverän erfüllten, erlebte die kasachische Topspielerin Jelena Rybakina ein bitteres Aus. Wir blicken auf die entscheidenden Momente der Partien und die Hintergründe, die diese Spiele so besonders machten.

Iga Swiatek mit schlüssigem Auftritt gegen Bejlek

Die Weltranglistenerste und vierfache Paris-Siegerin Iga Swiatek zeigte sich von ihrer besten Seite. Im zweiten Satz des Matches gegen die Tschechin Sara Bejlek ließ sie keinerlei Zweifel aufkommen und gewann klar mit 6:2, 6:3. Es war der erste Auftritt der Polin nach ihrem kürzlichen Trainerwechsel – und es schien, als ob die neue Zusammenarbeit bereits Früchte trägt. Swiatek wirkte fokussiert und spielte ein fast fehlerfreies Match. Bemerkenswert war ihre Effizienz an den Breakpunkten: Sie verwandelte sieben von elf Möglichkeiten, eine Quote, die selbst für ihre Verhältnisse herausragend ist.

Die äußeren Bedingungen in Paris waren schwierig, denn bei großer Hitze und strahlendem Sonnenschein war die körperliche Fitness der Spielerinnen besonders gefragt. Swiatek hatte sich mit einem speziellen Aufwärmprogramm auf das Match vorbereitet, das Übungen aus dem Training von Rafael Nadal beinhaltete – eine Hommage an den Sandplatzkönig, der in diesem Jahr bereits seine Karriere beendet hat. Die Wahl dieser Methode scheint sich ausgezahlt zu haben, denn Swiatek zeigte keine Anzeichen von Ermüdung und kontrollierte das Spielgeschehen von der Grundlinie aus mit gewohnter Autorität.

Ihre Gegnerin Sara Bejlek, eine junge Tschechin, die in diesem Jahr erstmals im Hauptfeld von Roland Garros stand, konnte phasenweise mithalten, doch gegen einen so stabilen Swiatek war letztlich kein Kraut gewachsen. „Sie hat heute auf einem extrem hohen Niveau gespielt. Ich habe mein Bestes gegeben, aber sie war einfach zu stark“, sagte Bejlek nach dem Match sichtlich beeindruckt. Für Swiatek geht es nun in der dritten Runde weiter, wo sie erneut gefordert sein wird.

Swiateks Weg zurück zu alter Stärke ist beeindruckend. Nach einer kurzen Schwächephase im Frühjahr 2026, in der sie zwei Turniere ohne Finalteilnahme beendete, scheint sie nun bereit, ihren Titel in Paris zu verteidigen. Ihr Spiel auf Sand – die schnellen Richtungswechsel, das giftige Slice und die explosive Vorhand – ist auf diesem Belag nahezu unschlagbar. Die Frage ist nicht, ob sie ihr Spiel auf Sand dominieren kann, sondern wie lange die Gegnerinnen die Pace mitgehen können. Bisher spricht alles für eine erneute Titelverteidigung.

Elina Svitolina mit emotionalem Sieg

Parallel zu Swiateks Triumph feierte auch Elina Svitolina einen wichtigen Erfolg. Die Ukrainerin, die am Vortag noch unter Tränen ihren Ehemann Gael Monfils nach dessen Niederlage gegen Hugo Gaston verabschiedet hatte, zeigte gegen die Spanierin Kaitlin Quevedo eine starke Leistung. Mit 6:0, 6:4 zog sie souverän in die nächste Runde ein. Der erste Satz war eine Machtdemonstration – Svitolina ließ Quevedo kaum einen Punkt, dominierte von der Grundlinie und servierte mit großer Präzision.

Im zweiten Satz wurde es kurzzeitig enger. Quevedo, die im ersten Durchgang noch überfordert wirkte, fand besser ins Spiel und konnte sich einige Breakchancen erspielen. Doch Svitolina behielt die Nerven und nutzte die entscheidenden Momente. Nach 1:15 Stunden verwandelte sie ihren ersten Matchball. „Nach dem emotionalen Tag gestern fühlt es sich großartig an, hier zu gewinnen. Ich denke an Gael und all die Unterstützung, die er mir gibt. Das ist eine Motivation für mich, hier weiterzukämpfen“, so Svitolina im On-Court-Interview.

Svitolina ist bekannt für ihren Kampfgeist und ihr unerschütterliches mentales Spiel. Sie hat in ihrer Karriere bereits viele emotionale Hochs und Tiefs erlebt – von den Halbfinals bei Grand Slams bis hin zu privaten Schicksalsschlägen. Ihre Fähigkeit, Emotionen in positive Energie umzuwandeln, ist eine ihrer größten Stärken. Dass sie nun bei den French Open – einem Turnier, das sie besonders liebt – so souverän auftritt, könnte auf einen erneuten Lauf in die zweite Woche hindeuten. Ihre Gegnerin in der dritten Runde wird sich warm anziehen müssen.

Svitolina hat in Paris eine starke Bilanz. Sie steht bei den French Open bereits zum fünften Mal in der dritten Runde oder besser. Ihr bestes Ergebnis war das Viertelfinale 2020. Angesichts ihrer aktuellen Form scheint eine erneute Viertelfinalteilnahme durchaus möglich. Die Spanierin Quevedo, die erstmals in der zweiten Runde eines Grand Slams stand, konnte sich trotz der Niederlage über ihre Leistung freuen. Sie verkündete, dass sie aus diesem Match viel für ihre weitere Karriere lernen werde.

Das bittere Ende für Jelena Rybakina

Der bittere Höhepunkt des Tages war zweifellos das Ausscheiden von Jelena Rybakina. Die an Nummer zwei gesetzte Kasachin startete gegen die Ukrainerin Julija Starodubtseva stark und sicherte sich den ersten Satz mit 6:3. Mit kraftvollen Aufschlägen und ihrem präzisen Spiel schien sie auf dem Weg zu einem ungefährdeten Sieg. Doch dann plötzlich der Einbruch: Sie verlor völlig den Rhythmus, ihre Bälle wurden kürzer, die Eigenfehler häuften sich. Der zweite Satz war eine klare Angelegenheit für Starodubtseva, die ihn mit 6:1 gewann.

Im Entscheidungssatz entwickelte sich eine hochklassige Partie. Beide Spielerinnen schenkten sich nichts, hielten ihre Aufschlagspiele und kämpften um jeden Punkt. Rybakina schien sich zurückzukämpfen, doch Starodubtseva blieb nervenstark. Der Satz musste im Tiebreak entschieden werden. Hier zeigte Starodubtseva eiskalte Nerven und verwandelte ihren zweiten Matchball. Der Endstand: 3:6, 6:1, 7:6(4) für die Ukrainerin. „Ich kann es kaum glauben. Ich habe einfach auf jede einzelne Fairway geschaut und versucht, so konstant wie möglich zu spielen. Es ist ein unglaubliches Gefühl“, sagte eine überglückliche Starodubtseva nach dem Match.

Für Rybakina ist das Aus eine herbe Enttäuschung. Die Wimbledon-Siegerin von 2022 galt als eine der Hauptfavoritinnen auf den Titel in Paris. Ihre starke Saison 2026 mit Siegen in Indian Wells und Stuttgart hatte sie in eine glänzende Ausgangsposition gebracht. Doch wie so oft auf Sand – ihrem schwächeren Belag – unterliefen ihr entscheidende Fehler. Starodubtseva, die als Qualifikantin ins Turnier gestartet war, spielte das Match ihres Lebens. Sie servierte mutig, kombinierte stark und nutzte die wenigen Chancen, die ihr Rybakina bot. Der Sieg ist der größte ihrer Karriere.

Die Frage, die sich viele Experten stellen: Ist Rybakina bereit für die großen Titel auf Sand? Ihre Athletik und ihr Spiel sind nahezu perfekt, doch die Konstanz über drei Sätze fehlt ihr auf diesem unberechenbaren Belag. Während Swiatek und Svitolina auf Sand zu Hause sind, hadert Rybakina immer wieder mit den rutschigen Bedingungen und der Notwendigkeit, sich schnell zu bewegen. Ihre Niederlage wirft die Setzliste bei den French Open durcheinander. Nun ist die obere Tableauhälfte noch offener, und die Konkurrenz wittert ihre Chance.

Die French Open 2026 laufen auf Hochtouren. Während die Favoritinnen wie Swiatek und Svitolina das Tempo vorgeben, haben Außenseiterinnen wie Starodubtseva gezeigt, dass in diesem Turnier alles möglich ist. Die nächsten Tage versprechen weitere Spannung – und vielleicht die eine oder andere Überraschung.


Source: tennisnet.com News


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